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Eltern sind die wichtigsten Vorbilder


Verkehrserziehung beginnt im Elternhaus.

Verkehrserziehung beginnt im Elternhaus! Eltern sind in dieser Beziehung immer noch das wichtigste Vorbild für ihre Kinder. Was Eltern als Vorbild vorleben, dass erleben auch Kinder als besonders wichtig. Wenn Eltern dies im Hinterkopf behalten, können sie ihre Kinder gut auf den Alltag als Verkehrsteilnehmer vorbereiten.

Darum haben wir Ihnen als Eltern in diesem Abschnitt einige einfache Tipps zusammengestellt, mit denen Sie Ihr Kind auf den Schulweg vorbereiten und ihm helfen können, sich im Straßenverkehr sicher zurechtzufinden.

Alles für einen gelungenen Start – der erste Schulweg


Eltern sollten mit ihren Kindern die Teilnahme am Verkehr aktiv trainieren

Jedes Jahr im Spätsommer ist es wieder soweit – für zahlreiche ABC-Schützen startet ein neuer Lebensabschnitt. Viel Neues erwartet die Kinder: die Schule mit ihren eigenen Regeln oder neue Lerninhalte wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Doch eines wird dabei oft vergessen: Für viele Kinder beginnt mit der Schule auch die aktive und selbstständige Teilnahme am Straßenverkehr. Der Weg von und zur Schule bedeutet eine neue Herausforderung und birgt leider auch Gefahrenmomente. Fast die Hälfte aller Schulwegeunfälle ereignet sich laut Bundesverband der Unfallkassen im Straßenverkehr.

Eltern sollten mit ihren Kindern die Teilnahme am Verkehr aktiv trainieren

Kinder sind im Straßenverkehr mit verschiedenen Gefahren konfrontiert: rasende Autos, unbeachtete Zebrastreifen oder fehlende Ampelanlagen. Auf äußere Reize reagieren Kinder im Vergleich zu Erwachsenen langsamer. Dieses zusätzliche Risiko wird dadurch verstärkt, dass Kinder über ein kleineres Gesichtsfeld verfügen und die Richtung von Geräuschen noch nicht so gut feststellen können.

Aufgrund der komplexen Anforderungen des Straßenverkehrs brauchen Kinder also die Hilfe der Erwachsenen zur Einschätzung von Gefahrensituationen.

Zur optimalen Vorbereitung auf den neuen Lebensabschnitt sollten Eltern mit ihrem Nachwuchs die Teilnahme am Verkehr aktiv trainieren. Leitgedanke ist dabei die Sensibilisierung für und Vermeidung von möglichen Gefahren.

Am Anfang steht die genaue Information über den optimalen Schulweg. Hierzu bieten viele Schulen Pläne an, auf denen die sichersten Wege und besondere Gefahrenstellen eingezeichnet sind. Wichtig ist, dass diese Schulwegepläne aktuell sind und bei Veränderungen der Verkehrssituation entsprechend aktualisiert werden. Außerdem können an einem Elternabend vor der Einschulung mögliche Gefahrenstellen auf dem Schulweg sowie die entwicklungsbedingten Fähigkeiten der Kinder angesprochen werden. So können Sie von den langjährigen Erfahrungen der Lehrer profitieren. Zusätzliche Informationen bieten Kooperationspartner der Schulen wie Polizei, Verkehrswacht, Schulpsychologen oder Kinderärzte.

Regelmäßiges Üben des Schulwegs vor dem ersten Schultag schafft dann bei den Kindern eine Routine, der auch die Aufregungen des Schulanfangs nichts mehr anhaben können. Folgende Sicherheitstipps sollten dabei beachtet werden:

  • Immer den sichersten Schulweg auswählen!
  • Ampeln und Zebrastreifen als Überwege benutzen, denn der kürzeste Weg ist nicht immer der sicherste.
  • Wenn keine Ampeln oder Zebrastreifen zu Verfügung stehen: nie zwischen parkenden Fahrzeugen die Straße überqueren, sondern Kreuzungen, Einmündungen oder übersichtliche Stellen suchen.
  • Ausreichend Zeit für den Schulweg einplanen – wecken Sie Ihre Kinder rechtzeitig.
  • Sicherheit durch Sichtbarkeit! Helle und bunte Kleidung, Sicherheitsdreiecke, gelbe oder rote Mützen sowie reflektierende Schulranzen sehen „cool“ aus und schaffen Aufmerksamkeit.
  • Kinder auf besondere Gefahren bei der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln hinweisen, insbesondere beim Ein- und Aussteigen.
  • Kinder nicht vor dem 10. Lebensjahr und erst nach bestandener Fahrradprüfung allein im Straßenverkehr fahren lassen.

Sicherheit ist eine ernste Sache, aber es wäre falsch, Kindern unnötig Angst vor dem Straßenverkehr zu machen. Sicherheit kann nämlich auch Spaß machen, wie die Initiative „Helmi – sicher ist cool“ der deutschen Versicherer beweist. Kindgerechte Angebote wie die TV-Zeichentrickserie, die Comics und die abenteuerliche Erlebniswelt auf www.planet-helmi.de können das Üben in der Verkehrswelt nicht ersetzen, sind aber eine gute Ergänzung. So lernen Kinder, spielerisch sichere Verhaltensweisen zu trainieren.

So lernen ABC-Schützen durch regelmäßiges, abwechslungsreiches Üben und Aufstellen klarer Regeln, sich im Straßenverkehr zurechtzufinden. Kinder orientieren ihr Verhalten aber auch am Vorbild der Erwachsenen. Ihre Geduld und Ihr Vorbild tragen entscheidend zur Vermeidung von Unfällen bei!

Tägliche Routine – ohne Angst zur Schule


Selbstbewußte Kinder verhalten sich im Verkehr meistens sicherer.

Mit dem Eintritt in die Schule erweitert sich für viele Kinder der Aktionsradius. Im ersten und zweiten Schuljahr wird der Weg zur Schule überwiegend als Fußgänger, Schulbusfahrer oder Mitfahrer im Auto zurückgelegt, seltener als Radfahrer oder Benutzer des öffentlichen Nahverkehrs.

Leider zählen diese jüngsten Teilnehmer am Straßenverkehr aber auch zu den häufigsten Unfallopfern. Darum brauchen Kinder Unterstützung, um Gefahren vermeiden zu lernen und angemessen reagieren zu können.

Selbstbewußte Kinder verhalten sich im Verkehr meistens sicherer.

Oft werden Kinder in Situationen, die die tägliche Routine durchbrechen, zu gefährlichem Verhalten verleitet.Baustellen, Autos, die auf dem Gehweg parken, Jugendliche, die Angst beim Kind auslösen, freilaufende Hunde und anderes mehr fordern flexible und angepasste Handlungsweisen. Aber auch Gefühle wie Wut auf Mitschüler, Leistungsdruck oder Freude auf ein besonderes Ereignis können das Kind ablenken und zu falschem Verhalten im Straßenverkehr führen. Um in solchen Fällen dennoch sicher handeln zu können, benötigt das Kind neben dem erforderlichen Wissen und der Erfahrung ein entsprechendes Selbstbewusstsein. Dies lässt sich nur über längerfristige Aufklärung und ermutigendes praktisches Training erreichen. Dabei müssen sich Schule und Elternhaus gegenseitig ergänzen und unterstützen.

Grund genug, der Verkehrserziehung gerade in den Anfangsjahren der Schulzeit einen breiten Raum zu geben. Hier erlangen Kinder umfassende Kenntnisse der Verkehrsregeln und bauen durch praxisorientiertes Training ein Verhaltensrepertoire für bestimmte Situationen auf. Gleichzeitig erlangen sie durch routiniertes Verhalten eine Selbstsicherheit, die sie auch bei unerwarteten Situationen nicht aus der Ruhe bringt.

Aktiv unterstützt wird die schulische Verkehrserziehung durch das Vorbild und Training mit den Eltern: Halten sich Eltern als Fußgänger an die Regeln, wirken sie damit indirekt auf das Verhalten ihrer Kinder ein. Erklärungen über sicheres Überqueren der Straße greifen nämlich dann zu kurz, wenn Erwachsene selbst diese Regeln missachten. Erklären und Üben im Alltag gehören daher untrennbar zu zusammen. Für Kinder ist es dabei wichtig zu erleben, dass sich Erwachsene in ungewöhnlichen Situationen ruhig und den Regeln entsprechend verhalten. So wird der tägliche Weg zur Schule ein Weg ohne Angst.

Schließlich kann noch ein dritter Baustein die Vorbereitung auf ungewöhnliche Situationen im Alltag sinnvoll unterstützen: Auf der Internetseite www.ampelini.de des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) können Kindern spielerisch die sichere Teilnahme am Straßenverkehr erlenen.

Die Welt entdecken – Schul- und Klassenfahrten


Reisen bildet - das gilt besonders für Ihre Kinder!

Gerade in jungen Jahren haben spannende, einmalige, nicht alltägliche Erlebnisse positive Auswirkungen auf die intellektuelle und charakterliche Entwicklung Ihres Kindes. Zu diesen Erlebnissen gehören natürlich Klassenfahrten und auch Schulausflüge. Schule einmal anders, raus aus gewohnten Zusammenhängen, Neues sehen und erleben. Dabei entdeckt man nicht nur die Welt: Auch die Klassenkameraden und Lehrer können so „ganz neu entdeckt“ werden.

Während der Reise sind Ihre Kinder versichert, sogar bei Fahrten ins Ausland. Denn bei Klassenfahrten und Exkursionen handelt es sich um schulische Veranstaltungen.

Ihr Kind ist also sicher unterwegs und Sie können sich unbesorgt auf seine Rückkehr freuen.

Hand in Hand arbeiten – Eltern helfen bei der Verkehrserziehung

Verkehrserziehung fängt nicht erst in der Schule an. Kinder lernen zuerst von ihren Eltern, wie man sich sicher im Straßenverkehr verhält. Darum finden Sie Tipps zur praktischen Verkehrserziehung hier noch einmal übersichtlich zusammengestellt:

  • In der Regel gehen Ihre Kinder morgens alleine zur Bushaltestelle. Deshalb sollte sich Ihr Kind als Fußgänger gut zurechtfinden. Nehmen Sie sich vor der ersten Fahrt die Zeit, mit Ihrem Kind den Weg zur Haltestelle abzugehen. Machen Sie dabei auf besondere Gefahrenstellen aufmerksam, und erklären Sie, wie diese sicher umgangen werden können. So kennt Ihr Kind den Schulweg bereits, bevor die Schule anfängt und es in Gedanken bereits vielleicht schon in der neuen Klasse ist.
  • Für Schulstarter sind die ersten Busfahrten ohne Eltern aufregend. Fahren Sie deshalb vorher mit Ihrem Kind zusammen Bus. Üben Sie dabei gemeinsam, wie man sich im Omnibus richtig und sicher verhält.
  • Nehmen Sie sich Zeit für den Weg zur Haltestelle und üben Sie gemeinsam das Warten: Was kann man Interessantes tun, ohne herumzutoben?
  • Erklären Sie Ihren Kindern, dass sie beim Warten an der Haltestelle nicht zu nahe an den Bordstein treten dürfen. Denn anfahrende Busse können über die Bordsteinkante ragen. Der Sicherheitsabstand sollte ca. 1 Meter betragen.
  • Erläutern Sie auch, dass Drängeln, Schubsen sowie Raufen im Bus und an der Haltestelle gefährlich sind und darum auf den Spielplatz gehören.
  • Gerade morgens sind Schulbusse oft gut gefüllt. Wenn dennoch Sitzplätze frei sind, sollte Ihr Kind sich setzen, weil es sonst schnell den Halt verlieren und fallen kann. Gibt es keine freien Sitzplätze mehr, ist es wichtig, sich gut festzuhalten. Zeigen Sie Ihrem Kind, wo es sicher stehen kann.
  • Wenn der Schulbus angekommen ist, wollen die Kinder möglichst schnell zur Schule bzw. wieder nach Hause. Üben Sie daher mit Ihrem Kind, dass es zur eigenen Sicherheit nach dem Aussteigen warten muss und erst dann über die Straße geht, wenn der Bus abgefahren ist und kein Fahrzeug mehr kommt.
  • Schicken Sie ihr Kind morgens rechtzeitig zum Schulbus, damit es nicht unter Zeitdruck gerät und die Sicherheitsregeln vergisst. Erklären Sie ihm, dass es besser ist, einmal den Bus zu verpassen, als dem Bus nach- bzw. entgegenzulaufen.
  • Ihr Kind ist morgens oft nicht das einzige, das auf den Schulbus wartet. Deshalb sollten alle Kinder an Haltestellen mit höherem Schüleraufkommen ihre Schultaschen und Ranzen in der Reihenfolge aufstellen, in der die Kinder ankommen. In dieser Reihenfolge steigen die Kinder dann auch in den Bus ein.

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