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Allgemeine Geschäftsbedingungen für Reiseverträge zu Fahrten aus unserem Katalog sowie Sonderreisen (diese AGB sind nicht für die Busvermietung gültig). Stand Oktober 2015

Bitte beachten Sie das bei einigen Reisen in dieser Ausschreibung nicht die Irro Verkehrsservice GmbH & Co. KG Veranstalter ist. Bei diesen Reisen gelten die AGB´s des jeweiligen Veranstalters.

Lieber Reisegast,
die nachfolgenden Reisebedingungen regeln das Vertragsverhältnis zwischen
Ihnen als Urlauber, der unsere Leistungen in Anspruch nimmt, und uns als
Ihrem Reiseveranstalter.

1. Abschluß des Reisevertrages
a) Mit Ihrer Anmeldung auf Grundlage unseres Angebotes bieten Sie der Irro
Verkehrsservice GmbH & Co. KG den Abschluss eines Reisevertrages verbindlich
an. Die Anmeldung kann mündlich, schriftlich oder fernmündlich
erfolgen. Der Vertrag kommt mit dem Zugang der schriftlichen Bestätigung
durch die Irro Verkehrsservice GmbH & Co. KG zustande. Gleichzeitig erfolgt
die Aushändigung des Sicherungsscheins im Sinne von § 651 k Abs. 3 BGB.
b) An die Reiseanmeldung ist der Reisende 10 Tage, bei Reiseanmeldung
per Fax, E-Mail und SMS 5 Tage, gebunden. Innerhalb dieser Frist wird die
Reise durch den Veranstalter bestätigt. Kurzfristige Buchungen zwei Wochen
vor Reisebeginn und kürzer führen durch die sofortige Bestätigung bzw.
durch die Zulassung zur Reise zum Vertragsschluss.
c) Bei Onlinebuchungen bietet der Reisende dem Reiseveranstalter den Abschluss
des Reisevertrags durch Betätigung des Buttons „zahlungspflichtig
buchen“ verbindlich an. Dem Kunden wird der Eingang seiner Buchung (Reiseanmeldung)
unverzüglich auf elektronischem Weg bestätigt (Eingangsbestätigung).
Im Übrigen sind die Hinweise für Buchung und Reisebestätigung
auf der Internetseite maßgeblich.
d) Weicht der Inhalt der Reisebestätigung vom Inhalt der Anmeldung ab, so
sind wir an dieses Angebot 10 Tage ab Ausstellung der Reisebestätigung
gebunden. Der Vertrag kommt auf der Grundlage dieses neuen Angebotes
zustande, wenn Sie uns innerhalb dieser Frist die Annahme erklären, was
auch durch Anzahlung bzw. Zahlung erfolgen kann.
e) Bei ausdrücklich im Prospekt, auf der Reisebestätigung oder in sonstigen
Erklärungen als vermittelt beschriebene Fremdleistung sind wir nicht Reiseveranstalter,
sondern Reisevermittler. Diese Leistungen unterliegen nicht
dem Reisevertragsrecht. Im Falle der Reisevermittlung ist unsere Haftung
ausgeschlossen, soweit nicht Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegen,
oder unsere Hauptpflichten aus dem Reiservermittlervertrag betroffen sind
oder zugesicherte Eigenschaften fehlen. Wir haften insofern nur grundsätzlich
für die Vermittlung, nicht jedoch für die vermittelten Leistungen selbst (vgl.
§§675, 631 BGB).

2. Zahlungen
a) Sämtliche Zahlungen (Anzahlung bzw. Restzahlung) des Reisenden sind
nur nach Aushändigung des Sicherungsscheines zu leisten. Die Verpflichtung
zur Aushändigung eines Sicherungsscheins besteht nicht, wenn die Reise
nicht länger als 24 Stunden dauert, keine Übernachtung einschließt und
den Reisepreis von € 75,- nicht übersteigt.
b) Nach Abschluss des Reisevertrages sind 10 % des Reisepreises mindestens
jedoch € 50,- zu zahlen.
c) Die Restzahlung wird 3 Wochen vor Reisebeginn fällig. Nach erfolgter
vollständiger Zahlung werden die Reiseunterlagen spätestens 1 Woche vor
Reisebeginn zugesandt oder ausgehändigt.
d) Vertragsabschlüsse zwei Wochen vor Reisebeginn verpflichten den Reisenden
zur sofortigen Zahlung des gesamten Reisepreises gegen Aushändigung
der vollständigen Reiseunterlagen, soweit für die Reise erforderlich
und/oder vorgesehen (z.B. Hotelgutschein oder Beförderungsschein).
e) Die Reiserücktrittskostenversicherung kann bis 30 Tage vor Reisebeginn
abgeschlossen werden und muss mit der Anzahlung bezahlt werden.
f) Bei kurzfristiger Buchung einer Reise ist der Gesamtbetrag sofort zu bezahlen.
g) Bei Musical-, Opern-, Theaterreisen u. ä. sind die Karten mit der Anzahlung
zu bezahlen.
h) Bei Schiffs- und Flugreisen ist eine sofortige Anzahlung in Höhe von 50%
zuleisten.

3. Leistungen
a) Prospekt- und Katalogangaben sind für den Veranstalter grundsätzlich
bindend. Hat sich der Veranstalter im Prospekt ausdrücklich Änderungen der
Angaben und der Preise (siehe Prospekt/Katalog) vorbehalten, so kann der
Veranstalter vor Vertragsschluss eine konkrete Änderung der Prospekt- und
Preisangaben erklären, wenn er den Reisenden vor oder nach der Buchung
informiert.
b) Die vertraglichen Leistungen richten sich, abgesehen von Ziff. 5.1., nach
der bei Vertragsschluss maßgeblichen Leistungsbeschreibung (Prospekt/
Katalog) sowie den weiteren Vereinbarungen, insbesondere nach der Reiseanmeldung
und der Reisebestätigung.
c) Eintrittsgelder, Seilbahn-, Zug- und Schifffahrten, Flughafengebühren, Theaterbesuche
und andere Nebenleistungen sind im Reisepreis nicht enthalten,
wenn diese in der Leistungsausschreibung nicht aufgeführt sind.

4. Vermittelte Leistungen
Bei ausdrücklich und eindeutig im Prospekt, den Reiseunterlagen und in
den sonstigen Erklärungen als vermittelt bezeichneten zusätzlichen Nebenleistungen
(Besuch von Veranstaltungen etc.) ist der Veranstalter lediglich
Reisevermittler. Bei Reisevermittlungen ist eine vertragliche Haftung als
Vermittler ausgeschlossen, soweit nicht Körperschäden, Vorsatz oder grobe
Fahrlässigkeit vorliegen, Hauptpflichten aus dem Reisevermittlervertrag betroffen
sind, eine zumutbare Möglichkeit zum Abschluss einer Versicherung
besteht oder eine vereinbarte Beschaffenheit fehlt. Der Veranstalter als Vermittler
haftet insofern grundsätzlich nur für die Vermittlung, nicht jedoch für
die vermittelten Leistungen selbst (vgl. §§ 675, 631 BGB).Für den Vertragsschluss
gelten die Bestimmungen der Ziffer 1. sinngemäß.

5. Preisänderungen
a) Wir können 4 Monate nach Vertragsabschluß Preiserhöhungen bis zu 5%
des Gesamtpreises verlangen, wenn nachweisbar und erst nach Vertragsabschluss
konkret eintretend einer Erhöhung der Beförderungskosten, der Abgaben
für bestimmte Leistungen, wie Hafen- oder Flughafengebühren, oder
einer Änderung der für die betreffende Reise geltenden Wechselkurse Rechnung
getragen wird. Auf den genannten Umständen beruhende Preiserhöhungen
sind nur insoweit zulässig, wie sich die Erhöhung ausgehend vom
Beförderungs-, Abgaben- und Wechselkursanteil konkret berechnet auf den
Reisepreis auswirkt.
b) Eine Preiserhöhung kann nur bis zum 21. Tag vor dem vereinbarten Abreisetermin
verlangt werden. Eine nach Ziffer a) zulässige Preisänderung hat
der Veranstalter dem Reisenden unverzüglich nach Kenntnis vom Preiserhöhungsgrund
zu erklären.
c) Bei Preiserhöhungen nach Vertragsschluss um mehr als 5 % des Gesamtreisepreises
kann der Reisende kostenlos zurücktreten oder stattdessen die
Teilnahme an einer anderen mindestens gleichwertigen Reise verlangen,
wenn der Veranstalter in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für
den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten.
d) Die Rechte nach Ziffer c) hat der Reisende unverzüglich nach der Erklärung
des Veranstalters diesem gegenüber geltend zu machen.

6. Leistungsänderungen
a) Änderungen und Abweichungen einzelner Reiseleistungen vom Reisevertrag,
die nach Vertragsabschluss notwendig werden und vom Veranstalter
nicht wider Treu und Glauben herbeigeführt wurden, sind zulässig. Sie sind
aber nur gestattet, soweit die Änderungen oder Abweichungen nicht erheblich
sind und den Gesamt- zuschnitt der gebuchten Reise nicht beeinträchtigen.
b) Eine zulässige Änderung einer wesentlichen Reiseleistung hat der Veranstalter
dem Reisenden unverzüglich nach Kenntnis vom Änderungsgrund zu
erklären.
c) Im Fall der erheblichen Änderung einer wesentlichen Reiseleistung kann
der Reisende vom Vertrag zurücktreten oder stattdessen die Teilnahme an
einer mindestens gleichwertigen anderen Reise verlangen, wenn der Veranstalter
in der Lage ist, eine solche Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden
aus seinem Angebot anzubieten.
d) Für den Fall einer zulässigen Änderung bleiben die übrigen Rechte (insbesondere
Minderung, Schadensersatz) unberührt.

7. Beförderung durch ein Fremdunternehmen und Vergabe von Sitzplätzen
Zur Gewährung und Durchführung einer Reise ist der Veranstalter berechtigt,
die Fahrgäste einem befreundeten Unternehmer mitzugeben. Schriftlich bestätigte
Sitzplätze im Reisebus werden nur als Wunsch behandelt und sind
für den Veranstalter kein vertraglich bindender Teil einer Reise. Bei der Zusammenlegung
einer Reise mit mehreren Busfirmen sind die in der Reiseanmeldung
bestätigten Sitzplätze und Sitzplatznummern ebenfalls kein vertraglich
bindender Teil einer Reise. Bei keinem dieser Punkte ist der Reisegast
berechtigt, kostenlos zu stornieren oder eine Wertminderung der Reise zu
verlangen.

8. Rücktritt des Reisenden – Nichtantritt der Reise
a) Der Kunde kann jederzeit vor Reisebeginn von der Reise zurücktreten.
Maßgeblich ist der Zugang der Rücktrittserklärung beim Reiseveranstalter.
Dem Kunden wird empfohlen den Rücktritt schriftlich zu erklären. Der Reisende
ist verpflichtet, pauschal folgende Stornierungsgebühren je Teilnehmer
vom Gesamtpreis zu zahlen:
Bei Busreisen
Bis 30 Tage vor Reisebeginn: 5%,
jedoch mindestens € 25,-
29 bis 21 Tag vor Reisebeginn: 15%
20 bis 14 Tag vor Reisebeginn: 35%
13 bis 7 Tag vor Reisebeginn: 50%
6 bis 3 Tag vor Reisebeginn: 70%
2 bis 1 Tag vor Reisebeginn: 90%
Bei Flugreisen:
Bis 60 Tage vor Reisebeginn: 15%
jedoch mindestens € 50,-
59 bis 36 Tag vor Reisebeginn: 35%
jedoch mindestens € 75,-
35 bis 15 Tag vor Reisebeginn: 50%
jedoch mindestens € 75,-
14 bis 6 Tag vor Reisebeginn: 75%
ab 5 Tage bis 1 Tag vor Reisebeginn 90%
Bei Schiffsreisen:
Bis 50 Tage vor Reisebeginn: 15%
49 bis 30 Tag vor Reisebeginn: 25%
29 bis 22 Tag vor Reisebeginn: 35%
21 bis 15 Tag vor Reisebeginn: 55%
14 bis 8 Tag vor Reisebeginn: 75%
ab dem 7. Tag bis 1 Tag zum Reisebeginn: 90%
Visagebühren:
Die Stornierngskosten für Visagebühren und damit in Zusammenhang stehenden
Kosten betragen ab 6 Wochen vor Reisebeginn 100%.
Diese Regelungen finden auch bei Teilstornierungen sowie bei Gruppen Anwendung.
Dem Reisenden wird ausdrücklich der Nachweis gestattet, ein Anspruch
auf Entschädigung sei überhaupt nicht entstanden oder die Entschädigung
sei wesentlich niedriger als die Pauschale. Dem Reiseveranstalter
bleibt es vorbehalten, abweichend von den vorstehenden Pauschalen im
Einzelfall eine höhere Entschädigung zu fordern. Diese hat der Reiseveranstalter
dem Kunden gegenüber konkret zu beziffern und zu belegen. Bitte
beachten Sie die gesonderten Stornobedingungen von Reisen mit anderen
Veranstaltern, die Ihnen mit der Reisebestätigung übersand werden.
b) Auf den Nichtantritt der Reise wird die Ziffer a) entsprechend angewandt.

9. Umbuchungen und Änderungen auf Verlangen des Reisenden
Verlangt der Reisende nach Vertragsschluss Änderungen oder Umbuchungen,
so kann der Reiseveranstalter bei Vornahme entsprechender Umbuchungen
etc. ein Bearbeitungsentgelt pauschaliert 15,- € verlangen, soweit er nach
entsprechender ausdrücklicher Information des Reisenden nicht ein höheres
Bearbeitungsentgelt oder eine höhere Entschädigung nachweist, deren Höhe
sich nach dem Reisepreis unter Abzug des Wertes der von dem Reiseveranstalter
ersparten Aufwendungen sowie dessen bestimmt, was der Reiseveranstalter
durch anderweitige Verwendung der Reiseleistungen erwerben
kann. Umbuchungen ab dem 31. Tag vor Reiseantritt können, sofern sie
überhaupt durchführbar sind, nur nach Rücktritt vom Reisevertrag zu den
Bedingungen Ziff. 8 bei gleichzeitiger Neuanmeldung vorgenommen werden.
Bei Schiffs-/Kreuzfahrten und Flugreisen werden € 25,- erhoben, soweit
nicht höhere nachweisbare Kosten entstehen. Bei Tagesfahrten werden
sowohl bei Stornierungen und Umbuchungen ab 2 Wochen vor Anreise € 8,-
(ggfs. zuzüglich Eintrittskartenpreis) berechnet.

10. Ersatzreisende
a) der Reisende kann sich bis zum Reisebeginn durch einen Dritten ersetzen
lassen, sofern dieser den besonderen Reiseerfordernissen entspricht und
seiner Teilnahme nicht gesetzlichen Vorschriften oder behördlichen Anordnungen
entgegenstehen und der Veranstalter der Teilnahme nicht aus diesen
Gründen widerspricht.
b) Der Reisende und der Dritte haften dem Veranstalter als Gesamtschuldner
für den Reisepreis und für die durch die Teilnahme des Dritten entstehenden
Mehrkosten.

11. Reiseabbruch
Wird die Reise nach Reisebeginn infolge eines Umstandes abgebrochen, der
in der Sphäre des Reisenden liegt (z. B. Krankheit, Pass vergessen, usw.), so
ist der Veranstalter verpflichtet, bei den Leistungsträgern die Erstattung ersparter
Aufwendungen sowie erzielter Erlöse aus der Verwertung der nicht
in Anspruch genommenen Leistungen zu erreichen. Das gilt nicht, wenn
völlig unerhebliche Leistungen betroffen sind oder wenn einer Erstattung
gesetzliche oder behördliche Bestimmungen entgegenstehen.

12. Kündigung bei schwerer Störung durch den Reisenden – Mitwirkungspflichten
a) Der Veranstalter kann den Reisevertrag fristlos kündigen, wenn der
Reisende trotz Abmahnung erheblich weiter stört, so dass seine weitere
Teilnahme für den Veranstalter und/ oder die Reiseteilnehmer nicht mehr
zumutbar ist. Dies gilt auch, wenn der Reisende sich nicht an sachlich begründete
Hinweise hält. Dem Veranstalter steht in diesem Fall der Reisepreis
weiter zu, soweit sich nicht ersparte Aufwendungen und Vorteile aus einer
anderweitigen Verwertung der Reiseleistung(en) ergeben. Schadensersatzansprüche
im Übrigen bleiben unberührt.
b) Der Reisende soll die ihm zumutbaren Schritte (z. B. Information des Veranstalters)
unternehmen, um drohende ungewöhnlich hohe Schäden abzuwenden
oder gering zu halten.

13. Mindestteilnehmerzahl
a) Ist in der Beschreibung der Reise (Prospekt/Katalog) ausdrücklich und in
der Reisebestätigung auf eine bestimmte Mindestteilnehmerzahl und die
Rücktrittserklärungsfrist (spätestens bis zwei Wochen vor Reisebeginn) hingewiesen
und wird diese Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht, so kann der
Veranstalter erklären, dass die Mindestteilnehmerzahl nicht erreicht und die
Reise nicht durchgeführt wird.
b) Der Veranstalter wird dem Reisenden die Erklärung nach Ziffer a) unverzüglich
nach Kenntnis der nichterreichten Teilnehmerzahl, spätestens bis
zwei Wochen vor Reisebeginn zugehen lassen.
c) Der Reisende kann die Teilnahme an einer mindestens gleichwertigen
anderen Reise verlangen, wenn der Veranstalter in der Lage ist, eine solche
Reise ohne Mehrpreis für den Reisenden aus seinem Angebot anzubieten.
d) Der Reisende hat sein Recht nach Ziffer c) unverzüglich nach Zugang der
Erklärung des Veranstalters diesem gegenüber geltend zu machen.
e) Macht der Reisende nicht von seinem Recht nach Ziffer c) Gebrauch, so ist
der vom Reisenden gezahlte Betrag unverzüglich zurückzuerstatten.

14. Kündigung infolge höherer Gewalt
a) Erschwerung, Gefährdung oder Beeinträchtigung erheblicher Art durch
bei Vertragsschluss nicht vorhersehbare Umstände berechtigen beide Teile
nach § 651 j Abs. 1 BGB zur Kündigung des Reisevertrages.
b) Entschädigungen und Abrechnungen ergeben sich aus § 651 j Abs. 2 BGB.
c) Der Veranstalter ist im Kündigungsfall zur Rückbeförderung verpflichtet,
falls der Vertrag die Beförderung mit umfasst. In jedem Fall hat er die zur
Vertragsaufhebung erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen.
d) Informationspflichten des Veranstalters im Übrigen bleiben unberührt.
e) Die Mehrkosten der Rückbeförderung tragen die Parteien je zur Hälfte,
die übrigen Mehrkosten hat der Reisende zu tragen.

15. Reisemängel, Obliegenheiten des Reisenden, Rechte des Reisenden
a) Bei nicht vertragsgemäßen Reiseleistungen kann der Reisende Abhilfe
(Mangelbeseitigung oder gleichwertige Ersatzleistung) verlangen.
b) Reisemängel sind am Urlaubsort beim Reiseleiter anzuzeigen. Ist am Urlaubsort
kein Reiseleiter vorhanden, sind Reisemängel direkt beim Veranstalter
anzuzeigen (Erreichbarkeiten, Telefon- und Faxnummern ergeben sich aus
den Reiseunterlagen). Dies gilt dann nicht, wenn die Mängelanzeige dem
Reisenden wegen erheblicher Schwierigkeiten unzumutbar ist. Bei schuldhaftem
Unterlassen der Mängelanzeige stehen dem Reisenden keine Ansprüche
auf Herabsetzung des Reisepreises zu.
c) Der Reisende kann selbst zur Abhilfe schreiten, wenn die Reise einen
Mangel oder Mängel aufweist, er dem Veranstalter eine angemessene Frist
zur Abhilfe setzt und der Veranstalter bis zum Ablauf dieser Frist nicht für
Abhilfe (vgl. Ziff. 15.1.) sorgt. Der Reisende kann dann Ersatz seiner erforderlichen
Aufwendungen verlangen. Keine Fristsetzung ist bei Verweigerung
der Abhilfe, bei besonderem Interesse des Reisenden an sofortiger Selbsthilfe
erforderlich, ferner bei unverhältnismäßigem Aufwand des Veranstalters.
da) Der Reisende kann den Reisevertrag kündigen, wenn die Reise durch
den Reisemangel erheblich beeinträchtigt ist, er dem Veranstalter eine angemessene
Frist zur Abhilfe setzt und diese Frist nutzlos verstreicht. Die
Fristsetzung ist nicht erforderlich bei Unmöglichkeit der Abhilfe, Abhilfeverweigerung,
wenn die sofortige Kündigung durch ein besonderes Interesse
des Reisenden gerechtfertigt ist oder wenn dem Reisenden die Reise infolge
eines Mangels aus wichtigem und für den Veranstalter erkennbarem Grund
nicht zuzumuten ist.
db) Bei berechtigter Kündigung kann der Veranstalter für erbrachte oder zur
Beendigung der Reise noch zu erbringende Reiseleistungen nur eine Entschädigung
verlangen (Berechnung nach § 651 e) Abs. 3 BGB). Bei wertlosen
(„kein Interesse“ des Reisenden) erbrachten oder zu erbringenden Reiseleistungen
bestehen keine Entschädigungsansprüche.
dc) Der Veranstalter hat nach Kündigung die erforderlichen Maßnahmen zu
treffen, für die Rückbeförderung zu sorgen und die Mehrkosten zu tragen,
wenn die Beförderung Bestandteil des Reisevertrages ist.
e) Der Reisende kann unbeschadet der Minderung oder der Kündigung
Schadensersatz wegen Nichterfüllung verlangen, es sei denn, der Mangel
beruht auf einem Umstand, den der Veranstalter nicht zu vertreten hat.

16. Mitwirkungspflicht des Reisenden
Der Reisende ist verpflichtet, die ihm zumutbaren Schritte zu unternehmen,
um eventuelle Schäden gering zu halten. Auf die Ziffer 11 und 14 wird
Bezug genommen. Der Reisende ist insbesondere verpflichtet, seine Beanstandungen
unverzüglich dem Fahrer oder Reiseleiter zur Kenntnis zu geben.
Dieser ist beauftragt, für Abhilfe zu sorgen, sofern dies möglich ist. Unterlässt
es der Reisende schuldhaft, einen Mangel anzuzeigen, so tritt ein Anspruch
auf Minderung nicht ein. Der Fahrer bzw. der Reiseleiter sind die Vertreter
des Reiseveranstalters und die Personen, an die sich der Reisende bei
Mängeln und anderen Beanstandungen direkt und unverzüglich zu wenden
hat.

17. Haftungsbeschränkung
a) Die vertragliche Haftung des Veranstalters für Schäden, die nicht Körperschäden
sind, ist auf den dreifachen Reisepreis beschränkt,
aa) soweit ein Schaden des Reisenden weder vorsätzlich noch grob fahrlässig
herbeigeführt wird, oder
ab) soweit der Veranstalter für einen dem Reisenden entstehenden Schaden
allein wegen eines Verschuldens eines Leistungsträgers verantwortlich ist.
b) Gelten für eine von einem Leistungsträger zu erbringende Reiseleistung
internationale Übereinkommen oder auf diesen beruhende gesetzliche Bestimmungen,
nach denen ein Anspruch auf Schadens- ersatz nur unter bestimmten
Voraussetzungen oder Beschränkungen geltend gemacht werden
kann, so kann sich der Veranstalter gegenüber dem Reisenden auf diese
Übereinkommen und die darauf beruhenden gesetzlichen Bestimmungen
berufen.
c) Für alle gegen den Veranstalter gerichteten Schadensersatzansprüche
aus unerlaubter Handlung, die nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit
beruhen, haftet der Veranstalter bei Sachschäden bis 4.000,- €. Übersteigt
der dreifache Reisepreis diese Summe, ist die Haftung für Sachschäden auf
die Höhe des dreifachen Reisepreises beschränkt. Diese Haftungshöchstsummen
gelten jeweils je Reisendem und Reise. Dem Reisenden wird in
diesem Zusammenhang im eigenen Interesse der Abschluss einer Reiseunfall-
oder Reisegepäckversicherung empfohlen.
d) Der Reiseveranstalter haftet nicht für Leistungsstörungen oder Mängel,
soweit diese bei Leistungen auftreten, die als Fremdleitungen ersichtlich
sind (z.B. Sportveranstaltungen, Theaterbesuche, Ausstellungen, etc.). Dies
gilt insbesondere für Zusatz- programme im Verlaufe der Reise. Transport in
Flugzeugen, Schiffspassagen, Bootsfahrten, Theaterbesuche, Ausstellungen,
alle Fahrten mit Bergbahnen, öffentlichen und fremden Verkehrsmitteln sind
Fremdleistungen, für deren Erbringung wir keine Haftung übernehmen.

18. Reisegepäck
Für jeden Reiseteilnehmer wird eine handlicher Reisekoffer (bei längeren
Reisen auch bis zu einem Koffer) kostenlos im gesonderten Kofferraum des
Reisebusses geschützt untergebracht. Die Reiseteilnehmer sind verpflichtet,
den Transport der Reisekoffer bis zum Zubringerfahrzeug bzw. Reisebus
selbst zu übernehmen. Für kleineres Handgepäck sind Ablagen im Fahrgastraum
vorhanden. Wir empfehlen Ihnen dem Abschluss einer Reisegepäck-,
Reiseunfall- oder Reisekrankenversicherung! Des weiteren bitten wir darum
zum Wohle unseres Fahrpersonals das maximale Gepäckgewicht von 24 Kg
nicht zu überschreiten. Bitte beachten Sie das Ihr Gepäck über nacht im Reisebus
nicht versichert ist uns vollständig mit ins Hotelzimmer genommen
werden sollte.

19. Geltendmachung und Verjährung
a) Ansprüche wegen mangelhafter Reiseleistung nach den §§ 651 c bis 651
f BGB – ausgenommen Körperschäden - hat der Reisende innerhalb eines
Monats nach der vertraglich vorgesehenen Beendigung der Reise gegenüber
dem Veranstalter geltend zu machen, sofern nicht die Frist ohne eigenes
Verschulden nicht eingehalten werden konnte.
b) Ansprüche des Reisenden im Sinne der Ziffer 17 a) – ausgenommen Körperschäden
– verjähren grundsätzlich in einem Jahr nach dem vertraglich
vorgesehenen Reiseende. Die Verjährungsfrist von einem Jahr beginnt nicht
vor Mitteilung eines Mangels an den Veranstalter durch den Reisenden. Bei
grobem „eigenem“ Verschulden sowie bei Arglist verjähren die in Ziffer 17 a)
betroffenen Ansprüche in drei Jahren.

20. Pass-, Visa- und gesundheitspolizeiliche Formalitäten
3.1. Der Veranstalter unterrichtet grundsätzlich nur die Staatsangehörigen
eines EU-Staates, in dem die Reise angeboten wird, über die jeweils erforderlichen
Einreisedokumente wie z. B. Pass und Visum (einschließlich der
Fristen zur Erlangung dieser Dokumente) und gesundheitspolizeilichen Formalitäten
(Impfungen etc.) durch den dem Reisenden überlassenen Prospekt
oder vor Buchung bzw. vor Reisebeginn (einschließlich zwischenzeitlich eingetretener
Änderungen).
3.2. Nach Erfüllung der Informationspflicht gemäß Ziff. 3.1. hat der Reisende
selbst die Voraussetzungen für die Reiseteilnahme zu schaffen, sofern sich
der Veranstalter nicht ausdrücklich zur Beschaffung der Visa oder Bescheinigungen
etc. verpflichtet hat.
3.3. Kann die Reise infolge fehlender persönlicher Voraussetzungen für den
Reisebeginn nicht angetreten werden, so ist der Reisende hierfür verantwortlich,
wenn dies allein auf sein schuldhaftes Verhalten zurückzuführen
ist (z.B. kein gültiges Visum oder fehlende Impfung). Insofern gelten die
Ziffer 8 (Stornierung) und 11 Reiseabbruch infolge von Gründen, die der
Reisenden zu vertreten hat) entsprechend.

21. Verhalten im Bus
Während der Fahrt darf der Reisende den Fahrer nicht durch Gespräche
oder bestimmte Verhaltensweisen wie z.B. Rauchen stören. Der Reisende
darf zudem während der Fahrt nicht im Bus stehen oder durch den Bus
laufen. Etwaige Schäden, die aufgrund dessen entstehen, sind vom Versicherungsschutz
ausgeschlossen.

22. Gerichtsstand
a) Der Reisende kann den Reiseveranstalter nur an dessen Sitz verklagen.
b) Für Klagen gegen den Reisenden ist sein Wohnsitz maßgeblich, sofern es
sich nicht um Vollkaufleute oder Personen handelt, die ihren Wohnsitz oder
gewöhnlichen Aufenthalt nach Vertragsschluss ins Ausland verlegt haben
oder deren Wohnsitz oder Aufenthaltsort im Zeitpunkt der Klageerhebung
nicht bekannt ist. In diesen Fällen ist der Sitz des Reiseveranstalters maßgeblich.

23. Versicherungen
Der Reiseveranstalter empfiehlt dringend für jeden Reiseteilnehmer den
Abschluss einer Reiserücktrittskosten- und einer Reisekrankenversicherung.
Der Veranstalter verweist außerdem auf die Möglichkeit, sich durch den Abschluss
weiterer Reiseversicherungen gegen andere Risiken einer Reise abzuschließen.
Nähere Informationen zu allen Versicherungsfragen erteil auf
Anfrage die Buchungsstelle.

24. Sonstiges
Die Kataloge und Prospekte des Veranstalters werden mit Sorgfalt erstellt.
Dennoch muss sich der Veranstalter die Berichtigung von Irrtümern, Druckund
Rechenfehlern vorbehalten. Die in diesen Unterlagen gemachten Angaben
entsprechen dem Stand der Drucklegung. Mit der Veröffentlichung neuer
Kataloge, Prospekte oder anderen Reiseunterlagen einschließlich dieser Reisebedingungen
verlieren die Angaben früherer Unterlagen ihre Gültigkeit.

25. Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen
Die Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen des Reisevertrages hat nicht
die Unwirksamkeit des gesamten Reisevertrages zur Folge.

Veranstalter: Irro Verkehrsservice GmbH & Co. KG
Roland-Brandin-Str. 2
29439 Lüchow
Telefon 05841 / 6446
Telefax 05841 / 6405
info@irro.de | www.irro.de